Ein stimmiges Farb- und Materialkonzept bringt Raumstruktur und Architektur in Einklang. Möbel in Weiss und Schwarz reagieren präzise auf warme Holztöne und schaffen eine ruhige Wohnatmosphäre.
Der zentrale Raum dieser 1895 erbauten Hochparterrewohnung verbindet die Zimmer und wird mit dem drehbaren Ottoman «Amoenus» (Antonio Citterio, 2006, Flexform) zum ruhigen Mittelpunkt. Präzise gesetzte Möbel und abgestimmte Materialien führen den Grundriss fort und lassen die architektonische Struktur neu zur Geltung kommen.
Im Esszimmer nehmen Gäste auf einem Schweizer Designklassiker Platz: Der Polsterstuhl «Diva» (horgenglarus, 1956), von mehreren Architekten entworfen, steht für die Polsterkompetenz und Handwerkskunst der Schweizer Manufaktur.
Die «Loto»-Tische (Antonio Citterio, 2006, Maxalto) zeigen Citterios Gespür für Proportion und Handwerk. Der umlaufende Rahmen aus gebogenem Massivholz fasst eine leicht vertiefte Platte, deren Form an ostasiatische Lacktabletts erinnert.
Ergänzt wird das Ensemble etwa durch die höhenverstellbare Stehleuchte «Pie de Salón» (Jaume Sans, 1963, Santa & Cole).
Der Standspiegel «Psiche» (Antonio Citterio, 2001, Maxalto) endet knapp über dem Boden und wird von einem feinen Stahlrahmen getragen.
Der «Lounge Chair» (Charles & Ray Eames, 1956, Vitra) interpretierte den klassischen Clubsessel neu. Drei geformte Sperrholzschalen mit Lederpolstern ruhen auf einem drehbaren Aluminiumfuss. Ergänzt wird er hier durch den Beistelltisch «LTR» (1950).
Die Leuchte «Salt» von Tobias Grau (2023) ist kaum grösser als eine Wasserflasche und erinnert an Arne Jacobsens Salz- und Pfefferstreuer. Mit stufenlosem Dimmer und «Sunset Dimming» bietet sie bis zu 150 Stunden mobiles, beruhigendes Licht.
Der Sessel «Egg» von Arne Jacobsen (1958) für Fritz Hansen gilt als europäische Antwort auf den «Lounge Chair» von Charles und Ray Eames. Bis heute wird das Modell in Handarbeit in Leder oder Stoff gefertigt.
Im Gästezimmer treffen drei Schweizer Designklassiker aufeinander: Der höhenverstellbare Dreibeintisch «ess.tee.tisch T-6500» von Jürg Bally, der Faltvorhangschrank von Kurt Thut und der Stuhl «Seley» von Frédéric Dedelley, mit seinen weichen Farbtönen und klaren Konturen.
Der Sessel «Borea» von Piero Lissoni (2021) bringt den Komfort von Eames und Arne Jacobsen in die Gegenwart: Sein gebogenes Aluminiumgestell trägt grosszügige Polster wie eine leichte Tragstruktur. Ergänzt wird er durch den zylindrischen Beistelltisch «9» (2009) für Cassina.
«Mit dem klar strukturierten Farb- und Materialkonzept ist die Altbauwohnung in Zürich zu einem ruhigen, zeitlosen Wohnraum geworden, der jeden Tag neu inspiriert.»