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Kunstsammlung
Einrichtung &
Innenarchitektur

Kunstsammlung

«Ohne Kunst ist um mich das Leben fad.» – Teo Jakob (1923–2000)

Designmöbel, Innenarchitektur und bildende Kunst gehören für teo jakob untrennbar zusammen. Seit der Firmengründung im Jahr 1950 ist immer eine wechselnde Auswahl von Werken aus der hauseigenen Sammlung in den Showrooms zu sehen.

Hauptwerke aus der Sammlung

Stiftungskurator

Christian Herren ist Co-Kurator der Stiftung Kunstsammlung Teo Jakob. Er bringt in der Ausstellung in Bern ausgewählte Kunstobjekte in Verbindung mit Möbelobjekten.

«Seit den 1950er-Jahren werden bei teo jakob Möbel, Innenarchitektur und Kunst gemeinsam gedacht. Die Sammlung der Stiftung Kunstsammlung Teo Jakob zeigt, wie Designklassiker und künstlerische Arbeiten im selben Raum wirken – und wie aus dieser Verbindung eine eigenständige Wohnkultur entsteht.»

– Christian Herren, Co-Kurator

Kunstblog

Franz Gertsch gestorben

05.01.2023

Der Schweizer Maler und Grafiker Franz Gertsch (1930–2022) erlangte mit seinen monumentalen, hyperrealistischen Bildern weltweite Berühmtheit. Am 21.12.2022 ist der Künstler „im hohen Alter von 92 Jahren friedlich verstorben“, so die Angehörigen. Bis zuletzt habe er in seinem stets aufgeräumten Atelier gearbeitet.
Wir sprechen der Trauerfamilie unser herzliches Beileid aus und sind dankbar für viele warme, inspirierende Begegnungen mit dem Künstler.

Unscharfe Atelier-Szene in kräftigen Farben. Ein gelber runder Deckel dient als Schale mit Stiften und kleinen Objekten. Daneben liegt ein rotes Heft auf einem farbverschmierten Tisch in Blau, Gelb und Rosa.

Stilfindung in Schwarz

02.11.2022

Im ersten Stockwerk der Filiale Gerechtigkeitsgasse 25 (Bern) sind ein Hauptwerk von Franz Fedier (Gemälde) sowie zwei Arbeiten von Paul Talmann (Druckgrafik und Relief) ausgestellt.

Frühwerke dieser Künstler, welche eine ganz unterschiedliche Stilsuche dokumentieren. Obwohl alle drei Werke in der gleichen Zeit entstehen und in schwarz-weissen Farbtönen gehalten sind, unterscheiden sich die Arbeiten massgeblich. Das Gemälde «Ohne Titel» (1957) von Franz Fedier (1922–2005) ist ein frühes Beispiel Schweizerischer avantgardistisch-abstrakter Malerei. Das Bild entsteht im Gegensatz zu früheren Gemälden von Fedier spontan, ohne Vorzeichnung- und Konzept. So ist das Gemälde weder an Regeln und Stile gebunden noch soll es Botschaften, Bildgegenstände oder vorgegebene Strukturen und Formen aufweisen. Die Druckgrafik «Ohne Titel» (1955) und das Relief «Relief 3» (1954) von Paul Talmann (1932–1987) wiederum zeichnen sich durch einen ganz und gar nicht spontanen, jedoch geplanten geometrischen Aufbau aus. Inspiriert von mathematischen und algebraischen Formeln und wissenschaftlichen Theorien, geht es bei diesen beiden Abreiten nicht um die malerische «Geste» wie bei Fedier, sondern um die nüchterne Übersetzung von mathematischen Grundlagen in Kunstwerke.

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Verhüllte Kunsthalle und Künstlerkorrespondenzen

02.11.2022

Während der gelernte Tapezierermeister-Dekorateur, Teo Jakob, Plüsch und nostalgischen Heimatstil durch moderne Design-Möbel ersetzt, avanciert Bern nebst New York und Paris in den 1950er- und 1960er-Jahren zu den wichtigsten Städten für avantgardistische Kunst:

Christo und Jeanne-Claude (1935–2020/1935–2009) verhüllen in der Bundeshauptstadt zum ersten Mal ein Gebäude, und der spätere Documenta-Kurator, Harald Szeemann, zeigt in seiner bahnbrechenden Ausstellung «When Attitudes Become Form» in der Kunsthalle Bern ephemere Kunstwerke wie Performances und Installationen.

In dieser Zeit beginnt Teo Jakob damit, Kunst in sein Unternehmen zu integrieren: Lokale und internationale Künstlerinnen und Künstler gestalten Plakate und Ausstellungsräume, bezahlen ihre Möbel teils mit Kunstwerken. Teo Jakob stellt ihre Werke im Dialog mit Möbeln, Leuchten, Textilien und Accessoires aus. – Schön gestaltete Briefe zeugen von diesem Austausch: In den Showrooms von teo jakob sind momentan unter anderem Künstlerbriefe von Jean Tinguely (1925–1991) und Bernhard Luginbühl (1929–2011) ausgestellt. 1955 lässt Theodor Jakob vom Grafiker Alfred Hablützel übrigens sein Logo kreieren: Ein in roten Helvetica-Kleinbuchstaben gehaltener Schriftzug, welcher die pragmatische Ausrichtung und die Zeitlosigkeit des Geschäfts bis heute unterstreicht. Mit der Eliminierung des «h» aus dem Logo nennt sich Theodor fortan ausschliesslich «Teo». – Lesen Sie die Geschichte dazu im Künstlerbrief von Rolf Lehmann (1930–2005).

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Die Druckgrafik von Le Corbusier

02.11.2022

Der Tisch «LC6» (Entwurf: 1928) von Le Corbusier, Pierre Jeanneret und Charlotte Perriand ist ein Klassiker, inspiriert von ovalen, metallenen Profilen aus der frühen Zeit des Flugzeugbaus.

Bei teo jakob in neuer, bequemer Sitzhöhe und mit der von Perriand entworfenen blauen Tischplatte. Passend dazu die Sessel «Indochine» (Entwurf: 1927/43) von Charlotte Perriand sowie an den Wänden druckgrafische Arbeiten von Le Corbusier (1887–1965). Während der Ausarbeitung seines Modulor-Masssystems erkennt Le Corbusier die mögliche didaktische Funktion entsprechender Druckgrafiken. Die Vorstellung, neben seinen Büchern und unzähligen Essays einen neuen Kanal für die Popularisierung der eigenen Ideen und Überzeugungen zu schaffen und gleichzeitig vermehrt als Künstler in Erscheinung zu treten, scheint ihm sehr verlockend; schliesslich entstehen über 100 Künstlergrafiken, wovon in den Showrooms von teo jakob eine kleine Auswahl aus der Stiftung Kunstsammlung Teo Jakob zu sehen ist.

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Kunstwerke auf vier Stockwerken

02.11.2022

Lassen Sie sich durch das Wandbild «Beleuchtung» (1971) von Alfred Hofkunst (1942–2004) auf weitere vier Stockwerke führen an der Gerechtigkeitsgasse 25 (Bern) – folgen Sie der «Beleuchtung»!

Nebst Designmöbeln, Leuchten und Accessoires erwartet Sie eine wechselnde Ausstellung von Kunstwerken aus der Stiftung Kunstsammlung Teo Jakob. Alfred Hofkunst ist bekannt für seine feinstrichigen, fotorealistischen Zeichnungen. Er interessiert sich insbesondere für die dingliche Welt und bannt mit feinen Zeichenstrichen in hyperrealistischer Manier Alltagsgegenstände wie diese Glühbirnen im Treppenhaus auf die Bildträger. Das Schaffen Hofkunsts reiht sich in die damalige Aufbruchstimmung, in welcher sich auch andere junge Kunstschaffende befinden wie Franz Gertsch oder Reinhard Rühlin. Diese Künstler wollen sich von den Übervätern der Konkreten Kunst abgrenzen und malen im Sinne der Amerikanischen Pop Art wieder figurativ. Alltägliche Themen und die prosperierende Zivilisation der Hochkonjunktur werden auf die Bildträger gebannt. Haben Sie die Zeichnung «Rollladen» von Alfred Hofkunst im kleinen Schaufenster der teo jakob-Filiale an der Gerechtigkeitsgasse 25 bereits entdeckt?

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Susi+Ueli Berger, Kunsthaus Langenthal, 25.08.–13.11.2022

02.11.2022

Während im Kunsthaus Langenthal momentan die Ausstellung «Susi+Ueli Berger» gezeigt wird, können Sie in unseren Showrooms ebenfalls Möbelstücke und Kunstwerke des Künstlerpaars entdecken. In der Stiftung Kunstsammlung Teo Jakob figurieren insbesondere Malereien und Objekte von Ueli Berger; momentan werden diese in der ehemaligen Wohnung von Teo Jakob – im 1. Stockwerk dieses Hauses – ausgestellt: Die aus Holz geschnitzte Skulptur «Zersetzte Kugel» (1965) und die Collage «Teo Jakob im TV», letztere entstanden zum 25-jährigen Jubiläum von teo jakob.

Wir zeigen zudem das Spätwerk «Herzstaub», einen grossformatigen Druck. Ausgangslage für diese Arbeit bildet eine «Mikrozeichnung», welche mittels Mikroskop fotografiert und dann vergrössert worden ist. Berger interessiert hier die Frage nach der Grenzüberschreitung von der Zeichnung zur Skulptur, beziehungsweise von der Zwei – zur Dreidimensionalität.

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Aufbruch in den 1970er-Jahren

02.11.2022

Einige der eigenwilligen Entwürfe jener Ära erleben derzeit eine neue Blüte, so auch das in den teo jakob showrooms präsentierte Sofa, welches an eine Luftmatratze erinnert und sich durch seine Modularität auszeichnet. Mario Bellinis ikonischer Entwurf «Camaleonda» (Entwurf: 1970) gibt es jetzt mit rezyklierten und wiederverwertbaren Materialien.

Passend zu dieser Aufbruchstimmung zeigen wir aus der Stiftung Kunstsammlung Teo Jakob ein Hauptwerk des deutschen Künstlers Michael Buthe (1944–1994): «In der Welt der verheirateten Töchter» (1970) – dieses expressive Bild stellt sich gegen die damalig vorherrschende strenge geometrische und auf wenige abstrakte Flächen reduzierte Kunst. Die «Palmen» (1970) von Friedrich Kuhn (1926–1972) wiederum stehen für die modernen Flucht- und Traumwelten, für Fernweh und die Sehnsucht nach exotischen Inseln.

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