<iframe src="//www.googletagmanager.com/ns.html?id=GTM-WQTVSMX" height="0" width="0" style="display:none;visibility:hidden"></iframe>Das Huf Haus in Genolier | teo jakob Einrichtung & Innenarchitektur

Das Huf Haus in Genolier

Ein gutes Karma, denn hier leben die Hausherren im Einklang mit Flora und Fauna.

Das Dorf Genolier erstreckt sich entlang des unteren Jurasüdhangs und gehört zu den mittelgrossen Gemeinden der Waadt. Aufgrund seiner attraktiven Lage hat sich das bis ins 20. Jahrhundert landwirtschaftlich geprägte Dorf zu einer Wohngemeinde gemausert. Hier eröffnet sich dank der Pérpinière – zu Deutsch Baumschule – von Genolier eine parkähnlich anmutende Anlage, die so den Garten der Gastgeber ins Unendliche erweitert. Lässt man den Blick zum Horizont schweifen, sieht man an diesem leicht wolkigen Tag die Umrisse der majestätischen Mont-Blanc-Gruppe. Unser Gespräch beginnt indes in diesem märchenhaften Ambiente bei Espressi und Croissants. Die Hausherren Christopher und Piotr erzählen von ihrer gemeinsamen Leidenschaft: das Reisen.

Hinter uns steht ihr Huf Haus – die Firma Huf verhilft ihren Kunden durch einen modularen Planungsaufbau zu einem fixfertigen Haus, das innerhalb von nur zwei Wochen bezugsbereit ist. Den Garten haben sie selbst gestaltet und unter grössten Mühen angepflanzt. Und so sitzen wir nur ein Jahr später in einem angelsächsisch inspirierten Grün, das sich mit seiner wild anmutenden Flora und Fauna viel leicht lebiger gibt als es die englische Gartenkultur vorsieht. Während wir durch diese Idylle streifen, begleiten uns Gräser, Blumen, das Plätschern von Wasser und das leise Zwitschern, Summen, Brummen und Zirpen von Kriechund Vogelvieh.

Das milde Sonnenlicht, das sich nun sanft ausbreitet, geleitet uns ins Haus, wo unser Blick als Erstes zur Pendelleuchte Zettel’z 5 von Ingo Maurer fällt, die über dem Esstisch TIX von Zoom by Mobimex in filigraner Leichtigkeit schwebt. Die 80 DIN-A5-Blätter wurden mit Comicsujets aus prädigitaler Zeit bedruckt: Superman & Co. schweben über unseren Köpfen, und so wird dieser Blickfang zu einem individuellen, authentischen Objekt, ganz nach Gusto der Gastgeber. An einem sorgfältig gedeckten Tisch mit vornehmlich in Königblau-Weiss gehaltenem Essgeschirr aus Porzellan und Keramik – zu Teilen in Japan handgefertigt – geniessen die beiden ausgedehnte Früstücksrituale auf herrlich weich gepolsterten Softshell Stühlen von Vitra.

Nebenan befindet sich der Wohnbereich, wunderbar ausgeleuchtet mit den trichterförmigen Stehleuchten Mite, ergänzt durch die Bogenleuchte Twiggy, alles von Foscarini. Gegenüber eine Lumina-Tischleuchte und im Hintergrund der pilzförmige Klassiker Atollo von Oluce. So kann auf den Polstermöbeln von Cassina, dem Sofa Mex und den Sesseln Utrecht oder dem Ottomanen Pix von Arper zwanglos geplaudert, gelesen und entspannt werden. Die Kombination der verschiedenen Materialien macht dem Begriff Cocooning auf besondere Weise alle Ehre, denn hier ist es heimelig und elegant zugleich. So sind sich die beiden einig, ohne die Innenarchitektin Elsa Puvilland-Weisskopf hätten sie das nicht geschafft. «Mit Elsa gelingt es immer, dass wir uns auf einen Kompromiss einigen. Lustigerweise ist es im Alltag so, dass wir uns fragen, was Elsa machen würde, wenn wir uns in einer Sache uneins sind», meint Piotr und zwinkert seinem Partner Christopher zu.

In der oberen Etage angekommen, setzen wir uns in eine gemütliche Lounge, ausgestattet mit wertvollen Materialien. Der Teppich von JoV ist in einem erdigen Grün gehalten und gibt dem Raum eine atmosphärische Wärme. In der Ecke lädt der Beoplay A9 von Bang & Olufsen zum Lauschen ein und passt dank der Farbwahl gut zum Beistelltisch Cesare von Minotti und dem Sofa von Flexform. Aber wie Wilhelm Busch schon so schön gedichtet hat: «Die Zeit, sie orgelt emsig weiter…». Bevor wir uns von unseren Gastgebern verabschieden, schaut Elsa nochmals in die Runde und meint verschmitzt: «C’est comme chez vous.» Auf dem Weg nach draussen entdecke ich eine kleine Meise, die es sich auf dem sonnengelben USM-Regal im Gang vor dem ikonischen Backenzahn von e15 gemütlich gemacht hat – ein gutes Karma, finde ich, genauso, wie dasjenige, das unsere beiden Gastgeber ausstrahlen. Dieser Ausflug in das Dorf Genolier wird mir in sehr guter Erinnerung bleiben.


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