<iframe src="//www.googletagmanager.com/ns.html?id=GTM-WQTVSMX" height="0" width="0" style="display:none;visibility:hidden"></iframe>Kunst | teo jakob Einrichtung & Innenarchitektur

Teo Jakob und die Kunst – eine Symbiose

«Ohne Kunst ist um mich das Leben fad»
Teo Jakob (1923–2000)

Designmöbel, Innenarchitektur und bildende Kunst gehören für teo jakob untrennbar zusammen. Seit der Firmengründung im Jahr 1950 ist immer eine wechselnde Auswahl von Werken aus der hauseigenen Sammlung in den Showrooms zu sehen.

 

Schokolade, Kirschen und Beton
Designmöbel, Innenarchitektur und bildende Kunst gehören für teo jakob untrennbar zusammen. Seit der Firmengründung im Jahr 1950 ist immer eine wechselnde Auswahl von Werken aus der hauseigenen Sammlung in den Showrooms zu sehen.

Vier Stühle der Stiftung Kunstsammlung Teo Jakob bestehen aus ungewöhnlichen Materialien. Nicht einer dieser Hocker eignet sich jedoch zum Entspannen. Der eine schmilzt einem unter dem Hintern weg (Skulptur «Schoggistuhl» von Robert Haussmann). Die Stahldraht-Komposition «Consumers Rest» von Frank Schreiner ist eine kritisch-ironische Designsimulation nach dem Prinzip des Objet trouvé. Ein anderer steht auf süssen, aber wackeligen Beinen (Zeichnung «Stuhl» von Meret Oppenheim). Der vierte wiederum ist pickelhart: Bei Stefan Zwickys «Grand Confort, Sans Confort» – aus Beton und Eisen gefertigt – handelt es sich um eine ironische Antithese zu dem Leder-Designklassiker «Grand Confort», der Le Corbusier, Charlotte Perriand und Pierre Jeanneret zugeschrieben wird.

Zwickys wuchtiger Sessel ist ein Symbol der Verbindung von Möbelobjekt und Kunstobjekt, die der Stiftung Kunstsammlung Teo Jakob zugrunde liegt. Stahlrohr-Klassiker von Marcel Breuer treten in einen Dialog mit fotorealistischen Arbeiten von Franz Gertsch. Futuristische Aufbewahrungssysteme von Cecilie Manz treffen auf fantastisch-surreale Bildwelten von Meret Oppenheim, und Tischleuchten von Fritz Hansen verschmelzen mit Fotografien von Chantal Michel oder Balthasar Burkhard. Das Zusammentreffen von schlichten Einrichtungsgegenständen und verspielten Kunstwerken schafft auf diese Weise ein persönliches, einzigartiges Ambiente und damit eine ästhetische und ganzheitliche Wohnatmosphäre.

 

Förderung von Kunstschaffenden
In der Sammlung der Stiftung Kunstsammlung Teo Jakob werden Arbeiten von heute kaum mehr bekannten, regional orientierten Kunstschaffenden mit Werken anerkannter Künstlerinnen und Künstler vereint: Gemälde und Skulpturen von Ueli Berger, Mario Botta, Le Corbusier, Franz Eggenschwiler, Alfred Hofkunst, Bernhard Luginbühl, André Thomkins oder Jean Tinguely. Teo Jakob beauftragte Künstler wie Franz Fedier oder Alfred Hofkunst, «Kunst am Bau»-Werke zu realisieren: Wandmalereien, welche bis heute in den Showrooms von teo jakob an der Gerechtigkeitsgasse 23 zu sehen sind. Beim Aufbau seiner Sammlung lässt sich Theodor (ab 1955 «Teo») Jakob weniger von bestimmten Stilrichtungen als vielmehr von seiner Leidenschaft für das Schöne und Neuartige sowie von Freundschaften mit Künstlerinnen und Künstlern leiten. Er fördert zeitlebens viele Kunstschaffende. Aus diesen Beziehungen entsteht über Jahre durch Gegengeschäfte, Schenkungen und Ankäufe eine persönliche Sammlung von Kunstobjekten. Um seine Sammlung der Nachwelt als Einheit zu erhalten, gründet Teo Jakob 1999, ein Jahr vor seinem Tod, die «Stiftung Kunstsammlung Teo Jakob». Die Sammlung wird weiterhin durch Ankäufe und Schenkungen mit Werken zeitgenössischer Kunstschaffender wie Filip Haag, Beat Schweizer und Annelies Štrba erweitert. Im Jahr 2022 umfasst diese Sammlung moderner Kunst rund 400 Bilder, Plastiken und Objekte aus der Zeit zwischen 1922 und heute. Nebst der Dauerpräsentation in den Showrooms von teo jakob werden Exponate aus der Stiftung Kunstsammlung Teo Jakob regelmässig in Museumsausstellungen als Leihgaben zur Verfügung gestellt und zugänglich gemacht, zum Beispiel dem Museum of Modern Art in New York oder dem Aargauer Kunsthaus in Aarau.

 

Aufbruchstimmung in Bern
1950 übernimmt Teo Jakob das seit 1914 in der Berner Altstadt bestehende Polster- und Tapeziergeschäft seines Vaters. Während der gelernte Tapezierermeister-Dekorateur Plüsch und nostalgischen Heimatstil durch moderne Design-Möbel ersetzt, avanciert Bern nebst New York und Paris in den 1950er- und 1960er-Jahren zu den wichtigsten Städten für avantgardistische Kunst: Christo und Jeanne-Claude verhüllen in der Bundeshauptstadt zum ersten Mal ein Gebäude, und der spätere Documenta-Kurator, Harald Szeemann, zeigt in seiner bahnbrechenden Ausstellung «When Attitudes Become Form» in der Kunsthalle Bern ephemere Kunstwerke wie Performances und Installationen. Alte Kategorien und überholte Muster werden aufgelöst, in den Berner Gassen verkehren regelmässig international bekannte Kreative wie Joseph Beuys, Richard Serra oder Lawrence Weyner. In dieser Zeit beginnt Teo Jakob damit, Kunst in sein Unternehmen zu integrieren: Lokale und internationale Künstlerinnen und Künstler gestalten Plakate und Ausstellungsräume, bezahlen ihre Möbel teils mit Kunstwerken. Teo Jakob stellt ihre Werke im Dialog mit Möbeln, Leuchten, Textilien und Accessoires aus.

 

Eine ganzheitliche Wohnatmosphäre
1955 lässt Theodor Jakob vom Grafiker Alfred Hablützel sein Logo kreieren: Ein in roten Helvetica-Kleinbuchstaben gehaltener Schriftzug, welcher die pragmatische Ausrichtung und die Zeitlosigkeit des Geschäfts bis heute unterstreicht. Mit der Eliminierung des «h» aus dem Logo nennt sich Theodor fortan ausschliesslich «Teo». Mit Blick auf das gradlinige Sortiment von teo jakob und das minimalistische Logo, mag es erstaunen, dass in der Sammlung keine konkrete Kunst und keine Minimal Art zu finden sind, dafür Abstraktes, Dekoratives und Figürliches, Informelles, Phantasmen und Narratives. Es sind meist expressive oder surreale Elemente in Form von Zeichnungen, Fotografien, Plastiken und Malerei. Während das breite Sortiment von teo jakob auf schlichtes, funktionales Design ausgerichtet ist, erlauben gerade die verspielten Kunstwerke der Sammlung im Dialog mit den Einrichtungsgegenständen eine ganzheitliche, persönliche Wohnatmosphäre zu kreieren.

Einen wichtigen Sammlungsschwerpunkt bilden die schöpferisch intensiven 1960er- und 1970er- Jahre. Die Sammlung steht für die schweizerische Kunst dieser Zeit und hat heute einen Berner Schwerpunkt. So befinden sich im Eigentum der Stiftung Kunstsammlung Teo Jakob repräsentative Werkgruppen von Roland Gfeller-Corthésy, Franz Eggenschwiler, Rolf Lehmann oder Rolf Iseli. Nebst Schlüsselwerken von Margrit Jäggli, Markus Raetz und Otto Tschumi figurieren auch Werke von nationalen- und internationalen Kunstschaffenden in der Sammlung: Le Corbusier und Urs Lüthi sind vertreten mit frühen Unikaten, die Genfer Künstler Henri Presset und Franklin Chow mit musealen Grossformaten und Reini Rühlin oder Friedrich Kuhn ergänzen die Sammlung mit Schlüsselwerken aus den 1970er- Jahren. Zeitlebens interessiert sich Teo Jakob auch für dreidimensionale Werke, welche zwischen Objektdesign und Kunst oszillieren. Dieses Interesse spiegelt sich bereits in der Gründung des bis heute einflussreichen Design-Kollektivs «Swiss Design» wieder, zusammen mit Hans Eichenberger, Kurt Thut und Robert Haussmann. In der Stiftung Kunstsammlung Teo Jakob befinden sich deshalb bedeutende Unikat-Möbel von Ron Arad, Trix und Robert Haussmann oder Gaetano Pesce.

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